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Künstlicher Weihnachtsbaum mit Schnee neben einem Kaminsims

Ratgeber · Weihnachten

Künstlichen Weihnachtsbaum aufstellen, pflegen und lagern

Ein künstlicher Baum macht keine Arbeit mit Nadeln. Dafür entscheidet sich beim Aufbauen und beim Einpacken, wie gut er im nächsten Jahr aussieht. Was man einmal ordentlich macht, trägt über viele Dezember.

· 4 Minuten Lesezeit

01

Erst den Platz klären, dann auspacken

Die meiste Mühe entsteht nicht beim Aufbau, sondern danach: Der Baum steht, und erst jetzt merkst du, dass die Zimmertür nicht mehr ganz aufgeht oder das Kabel quer durch den Laufweg führt. Eine Viertelstunde Vorüberlegung erspart dir das Umstellen mit geschmücktem Baum.

Miss zuerst die Höhe des Zimmers. Ein Baum von 225 cm braucht darüber noch Luft für die Spitze und einen Abstand zur Decke, rechne also mit etwa 2,40 m Raumhöhe aufwärts. Dann die Fläche: 122 cm Breite heisst, dass der Baum unten gut einen Meter zwanzig einnimmt — und niemand möchte täglich an den unteren Zweigen vorbeischrammen. Plane auf jeder Seite eine Handbreit dazu.

Zum Schluss der Strom. Der Baum sollte so stehen, dass du eine Steckdose erreichst, ohne ein Kabel über einen Weg zu legen, den alle nehmen. Eine Ecke mit Dose in der Nähe ist fast immer der ruhigere Platz als die Mitte des Raums.

02

Aufbauen: Ständer zuerst, Zweige zuletzt

Ein künstlicher Baum kommt aus dem Karton gepresst. Die Zweige liegen flach am Stamm an, und genau deshalb sehen frisch aufgestellte Bäume oft dünn aus. Es fehlt kein Material, es fehlen ein paar Minuten Handarbeit.

Wer das einmal gründlich macht, hat es im nächsten Jahr leichter: Die Zweige kommen schon in der Richtung aus dem Karton, in die sie gebogen wurden.

  1. 01Ständer aufstellen und ausrichten, bevor der Baum daraufkommt. Steht er unten schief, sieht man das oben doppelt.
  2. 02Die Segmente von unten nach oben aufsetzen. Das schwerste Teil hat dann den besten Halt.
  3. 03Den Baum eine Stunde stehen lassen. Die Zweige fallen von allein etwas auseinander.
  4. 04Zweige in drei Runden ordnen: erst den Hauptast waagerecht ausrichten, dann die Seitenzweige nach links und rechts, dann die feinen Spitzen leicht nach oben. Von innen nach aussen, Etage für Etage.
  5. 05Ein paar Schritte zurückgehen. Lücken sieht man nur aus der Entfernung — und füllt sie, indem man Zweige von der Rückseite nach vorne dreht.

03

Schmücken: das Licht kommt zuerst

Bring die Lichterkette immer vor dem Schmuck an. Wer erst Kugeln aufhängt und dann die Kette durchfädelt, nimmt die Hälfte wieder ab. Beginne am Stamm und arbeite nach aussen: Ein Teil des Lichts bleibt dann in der Tiefe und leuchtet den Baum von innen aus, statt nur die Aussenkante nachzuzeichnen.

Schweren Schmuck hängst du nah an den Stamm, wo der Zweig stabil ist; die feinen Spitzen tragen leichte Kugeln und Schleifen. Bei einem Baum mit Schnee-Optik wirken wenige grosse Stücke ruhiger als viele kleine — die weisse Beschichtung bringt selbst schon Unruhe mit.

04

Pflege während der Saison

Ein künstlicher Baum braucht kein Wasser, aber er fängt Staub. Einmal in der Saison mit einem weichen Wedel von oben nach unten durchgehen reicht meistens. Sitzt mehr darauf, hilft ein leicht feuchtes Tuch an den gröberen Zweigen, danach trocken nachwischen.

Zwei Dinge lassen ihn unnötig altern: direkte Wärme und direkte Sonne. Stell ihn nicht dicht vor einen Heizkörper und nicht in das Fenster, in das von früh bis spät die Sonne fällt. Über die Jahre gerechnet ist beides der grössere Gegner als der Dezember selbst.

05

Abbauen und einlagern, ohne ihn zu quetschen

Das Einpacken entscheidet über das nächste Jahr. Zehn Minuten mehr hier sparen zwanzig beim nächsten Aufbau.

Ein Wechsel der Verpackung lohnt sich oft schon im zweiten Jahr. Der Originalkarton ist auf den Transport ausgelegt, nicht auf zwölf Monate Lager. Eine stabile Box oder ein Baumsack mit Reissverschluss spart im nächsten Advent die Viertelstunde Zweige-Richten.

  1. 01Schmuck und Lichterkette vollständig abnehmen und getrennt verpacken. Eine Kette, die mit im Sack liegt, zieht sich in die Zweige und reisst beim Auspacken.
  2. 02Zweige nach oben zum Stamm klappen, Etage für Etage von unten nach oben. So wird der Baum schlank, ohne dass etwas knickt.
  3. 03Segmente trennen, Ständer zusammenklappen. Schrauben und Kleinteile in einen beschrifteten Beutel, der mit in die Kiste geht — nicht in eine Schublade.
  4. 04Trocken lagern. Feuchte Keller und ungedämmte Dachböden sind die beiden Orte, an denen Verpackungen weich werden und Kartons einsacken.
  5. 05Nichts Schweres daraufstapeln. Gepresste Zweige nehmen die Form an, in der sie ein Jahr lang lagen.

Kurz gesagt

Künstliche Bäume halten lange. Das Material ist selten das Problem, sondern die Art, wie sie eingepackt werden. Wer beim Abbauen sorgfältig ist, stellt im nächsten Jahr in zwanzig Minuten einen Baum auf, der aussieht wie am ersten Tag.

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Baum und Ständer gibt es nur zusammen: 225 cm hoch, 122 cm breit, dicht gearbeitete PVC-Spitzen mit Schneebeschichtung. Der Metallständer mit Klappsystem übernimmt am Ende der Saison das Zusammenlegen.

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